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Bild: M.Sc. arch. Bärbel Offergeld

Urban Solar Decathlon - Der internationale studentische Innovationswettbewerb für Gebäude kommt zum ersten Mal nach Deutschland und zwar mit einem neuen Profil

Hochschulen aus der ganzen Welt und besonders deren engagierte Studierende beteiligen sich seit Jahren an dem als Solar Decathlon bekannten Gebäude-Energiewettbewerb. Nach seinem Start in den USA 2002 fand der solare Zehnkampf mittlerweile 13-mal rund um den Globus statt, zuletzt in Dubai im November letzten Jahres. Auch deutsche Hochschulen nahmen bereits mehrfach erfolgreich teil. Seit 2010 gibt es diesen Wettbewerb mit dem Fokus auf solare Plusenergiehäuser auch in Europa, zuletzt in Frankreich 2014. In diesem Jahr kommt er nach Ungarn. (solardecathlon.eu)  


Deutschland setzt sich seit langem für eine inhaltliche Weiterentwicklung des Wettbewerbsformats ein und leitet dazu auch eine Arbeitsgruppe im Rahmen der Internationalen Energie Agentur. (annex74.iea-ebc.org) Vor diesem Hintergrund hatte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im vergangenen Jahr einen Ideenwettbewerb im Rahmen seiner Förderinitiative „EnEff.Gebäude.2050“ ausgelobt und Vorschläge für einen Gebäude-Energiewettbewerb in Deutschland erhalten. Das Team um die Bergische Universität Wuppertal, die Stadt, das Wuppertal Institut und die Initiative Utopiastadt wurde dabei mit seinem Vorschlag „Solar Decathlon goes Urban“ mit einem ersten Platz ausgezeichnet. Dies war die Grundlage für die deutsche Bewerbung als Austragungsort des nächsten Solar Decathlon beim europäischen „Call for Cities“ durch die Energy Endeavour Foundation. Jetzt liegt das Ergebnis vor:

Bild: W. Sondermann

2021 findet der Solar Decathlon Europe erstmals in Deutschland statt und zwar in Wuppertal, mitten in der Stadt. Er thematisiert die Energiewende im Quartier und damit die Weiterentwicklung des urbanen Gebäudebestands. Genau dieser Bestand ist es, der den Schwerpunkt der architektonischen und bauwirtschaftlichen Tätigkeiten in Deutschland und Europa ausmacht. Umbauen, Anbauen, Aufstocken und Baulücken schließen sind dabei die zentralen architektonischen Aufgaben - Ressourceneffizienz, Suffizienz, Klimaschutz und recyclinggerechtes Bauen zentrale Themen.


Das Mirker Quartier mit seinem Charakter und seinen Menschen bildet den Kontext der Aufgabe. Der Wettbewerb wird Teil eines breitangelegten Reallabors. Wuppertal ist eine Transformationsstadt, in der der Wandel zur Nachhaltigkeit einen zentralen Platz einnimmt. Eingerahmt durch die Metropolregion Rhein-Ruhr, repräsentiert Wuppertal den Typ Stadt, in dem auch in ganz Europa die meisten Menschen leben. Die lebensnahen Lösungen, die in diesem Wettbewerb von den Teams erarbeitet werden, leisten damit einen zentralen Beitrag auf dem Weg zur ressourceneffizienten, klimaneutralen Stadt. Dieser erste „Urban Solar Decathlon“ ist ein Aufruf an die Studierenden, ihre kreativen Ideen in die Praxis umzusetzen und diesen Weg gemeinsam mit der Industrie zu gestalten.


Wie geht es weiter?

Noch im März wird der internationale Aufruf zur Bewerbung von Hochschulteams veröffentlicht. Sie können sich dann bis zum Herbst bewerben. Vor dem Jahreswechsel werden die Teams feststehen, die im September 2021 im Finale antreten. Die Teams haben dann fast zwei Jahre Zeit, ihre Häuser zu entwerfen, zu planen und vor Ort in Wuppertal als Demonstrator zu bauen.

Bild: M.Sc. arch. Bärbel Offergeld

zuletzt bearbeitet am: 07.02.2019